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12.03.2026
14:09 Uhr
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Die Sozialdemokraten in Baden-Württemberg ringen nach der Landtagswahl um Erneuerung. Der Fraktionschef tritt zurück, aber Nachfolger wird ausgerechnet der glücklose Generalsekretär. Die Partei ist in Aufruhr.

„Für mich ist das Vertrauensbasis und Auftrag“: Die zehnköpfige SPD-Fraktion im Stuttgarter Landtag hat Sascha Binder zum Vorsitzenden gewählt. Uli Deck/dpa
Mit seinen Videobotschaften erreicht der Sigmaringer SPD-Politiker Robin Mesarosch in den sozialen Medien viele Menschen, die seine Partei in seinem Heimatland Baden-Württemberg inzwischen nicht mehr erreicht. Mal wettert er gegen den Kanzler Friedrich Merz (CDU), wenn der den Mindestlohn infrage stellt. Mal fordert er, gegen die AfD ein Verbotsverfahren einzuleiten. Am Dienstag stellt er ein neues Video ins Netz. Mesarosch redet sich dabei minutenlang in Rage, seine Wutrede geht seitdem viral. „Wir werden seit Jahren verarscht“, sagt Mesarosch in dem Video. Er wirkt angefasst, sehr emotional.
Die SPD schneidet bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg so schlecht ab wie noch nie in ihrer Geschichte. Statt sich mit eigenen Fehlern zu beschäftigen, sieht die Parteispitze lieber einen Ausrutscher.
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